Humus in schützdender Hand

Humus-Zertifikate

Eine effektive Maßnahme um die Klimakatastrophe zu verhindern könnten wir uns von der österreichischen Ökoregion Kaindorf abschauen. Dort werden mittels Humus-Zertifikaten lokale Unternehmen und Privatpersonen mit Landwirten zum Humusaufbau vernetzt. So können nicht vermeidbare CO2 Emissionen dauerhaft im Boden gebunden werden und die Landwirte bekommen einen Ausgleich für den Mehraufwand. – Aber es gibt doch bereits CO2 Zertifikate. Ja nur der Preis passt nicht zum Aufwand und es fehlt die lokale Zugehörigkeit.

Bis es mit dem Experiment grüner Giebel vom Projekt Lüneburg2030 etwas vergleichbares bei uns gibt, bleibt uns nur selbst den Humusgehalt unserer Gärten zu erhöhen. Denn neben der Kohlenstoff-Speicherung erhöht dieses auch die Bodenfruchtbarkeit und Wasserspeicherfähigkeit. Damit dieses gelingt sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • kein Kunstdünder (würde Pilze im Boden verhungern lassen und begünstigt somit den Humusabbau)
  • kein Gift (würde unzählige winzige Humusbildungs-Helferlein im Boden töten)
  • Mulchen (Nahrung für Regenwürmer und andere)
  • Gründüngung (Durchgängige Vegetation verhindert die Nährstoffauswaschung und nutzt jedes Sonnenlicht zum CO2 binden)
  • Fruchtfolgen (Hungern Schädlinge aus bzw ernähren ein breiteres Spektrum an Lebewesen, sodass eine Überpopulation unwahrscheinlicher wird)

Ansonsten gibt es auch Fortbildungen zum Thema wie z.B. der 1. Lüneburger Bodentag auf den ich mich besonders freue. Das scheint glücklicherweise auch noch vielen anderen so zu gehen, denn die Veranstaltung ist mittlerweile ausgebucht. Da steigt doch die Hoffnung das sich endlich was bei uns tut.

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