Verbesserung der Gießsituation

Aktuell nutzen wir eine Schwengelpumpe um das Grundwasser aus ca 8m tiefe mit Muskelkraft zu fördern, denn wir haben keinen Stromanschluss. Durch die über das Gelände verteilten Neupflanzungen und den zeitweise lang anhaltenden Dürreperioden ist das Gießen mitunter äußerst anstrengend und Zeit intensiv. Daher brauchen wir eine Verbesserung der Situation.

Am schönsten wäre ja eine Solarpumpe, sodass ein Wassertank immer voll gehalten wird solange genug Sonne scheint. Das wäre z.B. mit dieser Tiefbrunnen Pumpe im Tauchpumpen Prinzip gut realisierbar, da sie eine elektrische Leistungsaufnahme von 284Watt hat und nicht einmal eine Batterie braucht. Allerdings hat die Pumpe einen Druchmesser von 7,6cm und ist damit zu Dick für unsere Bohrung, würde also eine neue Bohrung erforderlich machen.

Möchte man die Bohrung beibehalten und die bereits vorgesehenen Abzweigung für eine Pumpe verwenden, benötigt man eine Hauswasserwerk/Gartenpumpe/Ansaugpumpe mit 8m Ansaughöhe. Durch das andere Funktionsprinzip ist eine größere elektrische Leistung erforderlich ca 630Watt. Diese Energiemenge (ca 2 Mal so groß bei gleicher Förderleistung) kann nur mit Speicher durch eine kleine Solaranlagen bereitgestellt werden. Wir konnten allerdings keine fertige Lösung finden, die die eine Ansaugpumpe mit Akku und Solaranlage vereint. Daher blieb als Alternative nur die Möglichkeit mit der Versorgung durch Akkus. Für diesen Anwendungsfall gibt es z.B. eine Pumpe die durch zwei Akkuschrauber Akkus angetrieben wird. Diese müssten dann zwar über eine private Stromversorgung geladen werden, wäre aber Vandalismus sicher, da sie immer nur unter Aufsicht angeschlossen ist.

Gärten die noch keine Bohrung gemacht haben würde ich an dieser Stelle empfehlen einen dickeren Schacht zu wählen, um später auch Tauchpumpen einsetzen zu können.

Pflanzenkohle

Über das Projekt der Grüne Giebel der Zukunftsstadt Lüneburg bin ich auf den Youtube Kanal der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt DBU aufmerksam geworden. In der unten verlinkten Podiumsdiskussion, geht es um die Nutzung von Pflanzenkohle als CO2-Senke, sowie mögliche Verwendungen dieser Kohle. Arbeitet man diese in den Boden ein, wir das Wasser- sowie Nährstoffhaltevermögen erhöht, was sich gerade bei extrem Wetterereignissen positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Die Pflanzenkohle kann aus nahezu jedem organischen Material hergestellt werden und erzeugt dabei Wärme die Vorort genutzt werden sollte. So wird bereits in Basel der Örtlichen Grünabschnitt auf diese Weise in Energie für ein Nahwärmenetz, sowie Pflanzenkohle aufgewertet. Denkbar wäre hier auch die Ausstellung von CO2-Zertifikaten, durch Einbringung der hergestellten Kohle in den Boden, um eine CO2-neutrale Commune zu erreichen.

CO2 im eigenen Garten speichern

Das Projekt „Wir machen Boden gut“ des Sparkassen-Wettbewerbs möchte Handlungsempfehlungen zur Bodenbearbeitung anhand von eingereichten Bodenproben geben. Eine Tolle Idee die wir auch für unsere Naturoase brauchen können. Daher der Aufruf an alle Abstimmberechtigten dieses Projekt zu unterstützen.

Mehr Details gibt es im folgenden Text sowie hinter den darin aufgeführten Links:

Sparkassen-Wettbewerb: Studierende wollen gemeinsam mit euch Boden gut machen – und brauchen dafür eure Stimme!

Die Leuphana-Bodenökologieexpertin Prof. Dr. Brigitte Urban hat eine tolle Projektidee bei der Sparkassen-Stiftung (Initiative Das Tut Gut.) eingereicht: Mit dem Projekt „Wir machen Boden gut“ (mehr Info hier: https://voting.pitmodule.de/o/7a0cd52c11bc3c5/d…) knüpft sie an die Ziele des Grünen Giebels an (an dem sie mit ihren Studierenden schon länger mitarbeitet und forscht). Sie möchte zeigen, wie man den eigenen Garten(-boden) zum CO2-Speicher macht. Interessierte (Hobby- und Kleingärtner:innen, Schulgärten, Unternehmen mit Grünflächen usw.) können Bodenproben einreichen, die von den Studierenden analysiert werden; es gibt Handlungsempfehlungen zur Bearbeitung des Bodens und Anleitungen dazu, wie man den Boden selbst mit einfachen Mitteln bewerten kann. Die Daten werden als Open Data veröffentlicht. 
Hintergrund: Je höher und stabiler der Humusgehalt des Bodens, desto mehr Kohlenstoff ist darin langfristig gebunden. Mit der richtigen Bodenbearbeitung kann man also aktiv zum Abbau von Treibhausgasen aus der Atmosphäre beitragen – direkt vor der eigenen Haustür!
Damit die Studierenden loslegen können, benötigen sie Labormaterial. Außerdem sollen erfahrene studentische Mitarbeiter:innen den Studierenden bei ihren Analysen zur Seite stehen. Und da kann die finanzielle Förderung der Sparkasse helfen. Wenn ihr GiroPrivileg-Kund:in der Sparkasse seid, unterstützt die Projektideeund stimmt noch bis zum 28.November ab unter https://www.sparkasse-lueneburg.de/dastutgut!
Das Projekt wird als Schwesterprojekt des Experiments „Grüner Giebel“ von der Zukunftsstadt Lüneburg unterstützt. Wie der „Grüne Giebel“ hat auch das hier beschriebene Projekt zum Ziel, den Abbau des Treibhausgases CO2 aus der Atmosphäre durch Humusaufbau hier in den Böden der Region aktiv zu fördern.

Apfeltag in Rullstorf

Am Samstag 16. Oktober 2021 ab 10:00Uhr treffen wir uns auf dem Hof vom Arche-Betrieb Kühnapfel Alte Dorfstraße 7 (Zufahrt von der Bäckerstraße) in Rullstorf

Der Saft wird vom https://www.saft-mobile.de/ in 5-Lieter-Boxen abgefüllt, wer den Karton vom Vorjahr mitbringt spart 0,5€.

Das Pflücken von Gemeindebäumen ist in den Gemeinde Rullstorf sowie Scharnebeck ausdrücklich erwünscht.

Maulwurf

1. Lüneburger Bodentag im LBZ Echem

Als Regenerative Landwirtschaft wird ein Ansatz in der Landwirtschaft bezeichnet, der als Ziel hat die Böden, inklusive des darin enthaltenen Lebens, zu regenerieren, sodass Kunstdünger und Pestizide unnötig werden. Außerdem stellen sich weitere positive Effekte ein, insbesondere ein verbessertes Wasserhaltevermögen und schnellere Wasseraufnahme, sowie die Erhöhung des Bodenkohlenstoffgehaltes in Form von Humus. Somit scheint die Regenerative Landwirtschaft der vielversprechendste Ansatz zu sein, den Klimawandel zu begegnen.

Bis her hat sich nach meiner Wahrnehmung Norddeutschland in diesem Themengebiet stark zurückgehalten und viele Quellen zum Thema, wie auch die meisten Mitglieder der Intressengemeinschaft Gesunder Boden stammen aus Süddeutschland oder Österreich. Von daher bin ich besonders Stolz auf meine Heimat, dass sich endlich auch hier etwas tut. Hoffentlich waren auch Landwirte aus der Gegend anwesend und haben sich inspirieren lassen. Wir haben gelernt 10% der globalen Ackerfläche würden reichen, um durch Humusaufbau die von Menschen gemachten CO2 Emissionen wieder in die Erde zu bekommen. Auf der Ranch von Familie Brown in den USA wurde mittels der Regenerativen Landwirtschaft innerhalb der letzten 30Jahren der Bodenhumusgehalt von ca 2 % auf 8-11% gesteigert. Zusammen schaffen wir das in unserer Heimat auch! Ich freue mich schon auf die geringer werdende Abhängigkeit von multinationalen Konzernen, die zunehmende Artenvielfalt zwischen den Siedlungen, und vor allem eine Erstrebenswerte Zukunft für unsere Kinder.

Vielen Dank an die Organisatoren! Ich freue mich schon auf den nächsten Bodentag im LBZ 🙂

Humus in schützdender Hand

Humus-Zertifikate

Eine effektive Maßnahme um die Klimakatastrophe zu verhindern könnten wir uns von der österreichischen Ökoregion Kaindorf abschauen. Dort werden mittels Humus-Zertifikaten lokale Unternehmen und Privatpersonen mit Landwirten zum Humusaufbau vernetzt. So können nicht vermeidbare CO2 Emissionen dauerhaft im Boden gebunden werden und die Landwirte bekommen einen Ausgleich für den Mehraufwand. – Aber es gibt doch bereits CO2 Zertifikate. Ja nur der Preis passt nicht zum Aufwand und es fehlt die lokale Zugehörigkeit.

Bis es mit dem Experiment grüner Giebel vom Projekt Lüneburg2030 etwas vergleichbares bei uns gibt, bleibt uns nur selbst den Humusgehalt unserer Gärten zu erhöhen. Denn neben der Kohlenstoff-Speicherung erhöht dieses auch die Bodenfruchtbarkeit und Wasserspeicherfähigkeit. Damit dieses gelingt sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • kein Kunstdünder (würde Pilze im Boden verhungern lassen und begünstigt somit den Humusabbau)
  • kein Gift (würde unzählige winzige Humusbildungs-Helferlein im Boden töten)
  • Mulchen (Nahrung für Regenwürmer und andere)
  • Gründüngung (Durchgängige Vegetation verhindert die Nährstoffauswaschung und nutzt jedes Sonnenlicht zum CO2 binden)
  • Fruchtfolgen (Hungern Schädlinge aus bzw ernähren ein breiteres Spektrum an Lebewesen, sodass eine Überpopulation unwahrscheinlicher wird)

Ansonsten gibt es auch Fortbildungen zum Thema wie z.B. der 1. Lüneburger Bodentag auf den ich mich besonders freue. Das scheint glücklicherweise auch noch vielen anderen so zu gehen, denn die Veranstaltung ist mittlerweile ausgebucht. Da steigt doch die Hoffnung das sich endlich was bei uns tut.

bio-balkon

Kann man Tiere pflanzen?

Das ist der Titel des morgen (Fr 26.02.2021) startenden Online-Kongresses rund um das Thema Gärtnern auf kleinster Fläche wie z.B. ein Balkon. Nach kostenloser Registrierung mit einer Email-Adresse gibt es die Möglichkeit, die 27 Interviews verschiedener Experten zu verschiedenen Themen im Bereich des ökologischen Gärtnerns auf urbanen Kleinst-Flächen anzuschauen. Die Videos werden bis zum 07.03.2021 nacheinander freigeschaltet und sind jeweils für 24h abrufbar.

Aus vergangenen Kongressen konnte ich die ein oder andere Anregung mitnehmen. Vielleicht ist dieses mal ja etwas für dich dabei.

David Attenborough: Mein Leben auf unserem Planeten

Zum Start ins neue Jahrzehnt kommt hier ein weiterer Filmtipp – „David Attenborough: Mein Leben auf unserem Planeten“. Der Film zeigt nicht nur, den dramatischen Rückgang der Wildnis / Artenvielfalt in den letzten 70 Jahren, sondern zeigt auch wie wir es schaffen können den Fortbestand unserer Spezies zu ermöglichen. Für mich Zeigt dieser Film wie wichtig ist was wir machen. Schließlich bieten wir durch verschiedene Biotope möglichst vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, sowie steigern die Nahrungsmittel Produktivität der Siedlungsfläche Scharnebeck durch die Nutzung von ehemalig brach liegender Fläche.